Antrag zur Transparenz beim Glasfaserausbau in der Samtgemeinde Tostedt gestellt
In den vergangenen Wochen haben sich viele Bürgerinnen und Bürger aus unseren Gemeinden bei uns gemeldet. Hintergrund sind die aktuellen Entwicklungen rund um den Glasfaserausbau durch Open Infra und die Auseinandersetzung mit dem bisherigen Diensteanbieter Premium-Netz.
Viele Menschen sind verunsichert.
Wer ist künftig mein Ansprechpartner? Muss ich meinen Vertrag ändern?
Bleibt mein Anschluss bestehen?
Welche Anbieter kann ich überhaupt nutzen?
Besonders in den Außendörfern der Samtgemeinde Tostedt, in denen der Glasfaserausbau in den vergangenen Jahren aktiv vorangetrieben wurde, sorgen widersprüchliche Informationen für Unruhe.
Politik muss Probleme lösen – nicht Zuständigkeiten erklären
Formal ist die Samtgemeinde weder Betreiber des Netzes noch Vertragspartner der Kunden.
Trotzdem sehen wir es als unsere Verantwortung an, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten und für Transparenz einzutreten.
Deshalb haben wir einen Antrag eingebracht, der unter anderem folgende Punkte fordert:
• Gespräche mit den beteiligten Unternehmen
• Regelmäßige öffentliche Informationen zum aktuellen Stand
• Mehr Transparenz bei Zuständigkeiten und Anbieterstrukturen
• Prüfung einer neutralen Informationsplattform für Bürgerinnen und Bürger
• Langfristig größtmögliche Anbieterfreiheit und Transparenz beim Glasfaserausbau
Warum wir handeln
Die aktuelle Berichterstattung zeigt deutlich, wie groß die Unsicherheit inzwischen geworden ist.
Das Kreiszeitung Wochenblatt berichtete über den offenen Streit zwischen Open Infra und Premium-Netz sowie die daraus entstandene Verunsicherung vieler Kunden: 👉 Bericht lesen
Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat die Situation öffentlich aufgegriffen und spricht von erheblichen Unsicherheiten für Verbraucher: 👉 Stellungnahme der Verbraucherzentrale Niedersachsen
Gleichzeitig erklärt Open Infra, dass die Versorgung der Kunden weiterhin sichergestellt werden soll: 👉 Pressemitteilung Open Infra
Unser Ziel
Wir wollen keine Stimmung gegen den Glasfaserausbau machen. Im Gegenteil:
Eine moderne digitale Infrastruktur ist für die Zukunft unserer Gemeinden unverzichtbar. Aber Digitalisierung funktioniert nur dann, wenn Menschen Vertrauen haben, Informationen nachvollziehen können und nicht zwischen unterschiedlichen Aussagen von Unternehmen stehen.
Wir hören zu.
Wir handeln.
Für die Samtgemeinde. Für alle Gemeinden.
Denn Digitalisierung darf kein Chaosprojekt werden.
