Ich wünsche mir, dass Tostedt ein Ort ist, an dem sich Menschen wirklich zu Hause fühlen – unabhängig davon, wie alt sie sind, woher sie kommen oder in welcher Lebenssituation sie sich befinden.
Vielleicht klingt es ein bisschen naiv, aber manchmal denke ich: Ich wünsche mir für Tostedt ein bisschen Stars Hollow-Gilmore Girls-Vibes. Einen Ort, an dem man sich kennt, miteinander ins Gespräch kommt, gerne Zeit verbringt und das Gefühl hat: Hier bin ich richtig.
Dafür braucht es aus meiner Sicht vor allem eines: einen Ort, der für alle Generationen lebenswert ist.
Kinder sollen sicher und selbstständig unterwegs sein können. Dazu gehören für mich sichere Schul- und Fahrradwege und gute Möglichkeiten, sich im Ort zu bewegen. Jugendliche brauchen attraktive Orte, an denen sie sich treffen und ihre Freizeit verbringen können, ohne dabei das Gefühl zu haben, irgendwo „im Weg“ zu sein. Und auch ältere Menschen sollten sich möglichst selbstständig und sicher bewegen können – mit barrierefreien Wegen und Gebäuden sowie mit niedrigschwelligen Angeboten, die Teilhabe im Alter ermöglichen, auch wenn die eigene Mobilität irgendwann eingeschränkt ist.
Ein weiterer Punkt, der mir besonders wichtig ist, ist die Kinderbetreuung in unserer Samtgemeinde. Ich wünsche mir ein gemeinsames Qualitätsverständnis für unsere Kitas. Natürlich darf und soll jede Einrichtung ihre eigenen Schwerpunkte und ihre eigene Persönlichkeit haben. Gleichzeitig sollte es aber verlässliche und vergleichbare Standards geben, damit gute Betreuung nicht davon abhängt, welche Kita ein Kind besucht. Für mich ist das auch eine Frage der Chancengleichheit.
Ich engagiere mich in der Wählergruppe, weil ich glaube, dass wir unseren Ort nicht nur verwalten, sondern gemeinsam gestalten können. Tostedt hat bereits vieles, worauf wir stolz sein können. Gleichzeitig sehe ich noch viel Potenzial: für mehr Begegnung, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Sicherheit und mehr Miteinander.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass Tostedt ein Ort bleibt, an dem man nicht nur wohnt, sondern wirklich gerne lebt – und an dem möglichst viele Menschen sagen können: Hier fühle ich mich wohl. Hier gehöre ich hin.
Autorin: Janne Meyer-Vokrap
